Echter Hausschwamm bekämpfen

Echter Hausschwamm der gefährlichste und am schwierigsten zu bekämpfende Holzzerstörer in Gebäuden bevorzugt Nadelhölzer. Bei optimalen Bedingungen um 20 Grad werden die auch über Mauerwerk wachsenden Myzelstränge am Tag bis zu 6 mm länger. Sie werden bleistiftdick und knacken, wenn man sie zerbricht. Der ausgebildete Fruchtkörper ist rostbraun mit einem weißen Zuwachsrand. Dieser Pilz verursacht den Zelluloseabbau im Holz bedeutende Schäden bis hin zum totalen Zerfall des Holzes

Der echter Hausschwamm befällt bevorzugt verbautes Holz und stellt somit ein hohes Gefahrenpotenzial für Gebäude dar. Neben Holz findet der Pilz auch auf anderen organischen Materialien (z. B. Textilien, Papier, Stroh, Schilf) gute Wachstumsvoraussetzungen. Die ideale Wachstumstemperatur liegt (bei entsprechender Feuchtigkeit) bei 18 bis 22 °C. Da der Hausschwamm die Kunst beherrscht, auch anorganische Materialien zu überwachsen bzw. zu durchdringen, kann er sich auch über solche Barrieren hinweg verbreiten. Mithilfe der Myzelstränge (fadenförmige Zellen) ist der Pilz in der Lage, Wasser über größere Strecken zu transportieren. Durch diese Fähigkeit stellt er eine entsprechend große Bedrohung für Ihr Heim dar. Einen fortgeschrittenen Befall erkennt man an dem würfelartig gebrochenen Holz.
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Serpula lacrymans ist eine Pilzart, die dafür bekannt ist, in vielen Gebäuden Holzfäule von Holz zu verursachen . Es ist sehr zerstörerisch, breitet sich über Holzkonstruktionen aus und baut die darin enthaltene Zellulose ab. Serpula lacrymans gilt als der zerstörerischste und am wenigsten kontrollierbare Pilz in Europa, hauptsächlich aufgrund seiner Fähigkeit, Nährstoffe über weite Strecken zu transportieren.

Dieser Pilz wächst auch in kühleren Gebieten von Japan, Korea, Indien, Pakistan, Neuseeland, Australien, Mexiko, Kanada und den USA. In Nordamerika kommt Serpula lacrymans hauptsächlich in den nördlichen Teilen der USA und Kanadas vor, während der ähnlich zerstörerische amerikanische Hausschwamm Meluriporia incrassata in den Südstaaten und im pazifischen Nordwesten häufiger vorkommt.

Serpula lacrymans ist gut geeignet, um in von Menschenhand geschaffene Strukturen einzudringen. Er kann sich nicht nur über seine reproduktiven Sporen, sondern auch durch den Transport von infiziertem Holz über große Entfernungen ausbreiten. Die Besiedelung von Holzstrukturen erfolgt schnell und ist durch die Bildung dicker Myzelstränge, bekannt als Rhizoporen, gekennzeichnet. Diese wurzelähnlichen Strukturen dienen dem Transport von Wasser und Nährstoffen in entfernte Teile des Organismus. Genau aus diesem Grund wird er auch „Hausschwamm“ genannt – scheinbar trockenes Holz kann befallen werden, da der Pilz es bedeckt.

Der Pilz transportiert Wasser aus einer anderen Quelle, so dass er überleben und sich in das Holz fressen kann. Dennoch ist der Begriff „Hausschwamm“ etwas irreführend, da zum Keimen einer Spore eine beträchtliche Menge Feuchtigkeit benötigt wird. Darüber hinaus wird diskutiert, inwieweit dieser Pilz Wasser transportieren kann. Interessanterweise hat Serpula lacrymans die Fähigkeit, durch feuchten Mörtel, Mauerwerk und Putz zu wachsen, wodurch es Holz infizieren kann, das von der ursprünglichen Infektionsstelle abgeschnitten wurde.

Serpula lacrymans hat eine relativ niedrige optimale Wachstumstemperatur – etwa 20°C. Es verträgt keine Temperaturen über 30°C für längere Zeit und stirbt bei Temperaturen von 50-70°C in Holz ab.

Im Gegensatz zu seinen Verwandten kommt Serpula lacrymans selten in der Natur vor. Es scheint sich nur entwickelt zu haben, um menschliche Strukturen zu kolonisieren. Im Gegensatz dazu ist ihre Schwesterart Serpula himantioides in der Natur weit verbreitet und verursacht bei Nadelbäumen Braunfäule. Es kommt selten in Gebäuden vor und zersetzt Holz viel langsamer als Serpula lacrymans.

Diese Pilze besitzen eine Reihe von Enzymen, die es ihnen ermöglichen, die Zellulose im Holz abzubauen und sich von ihr zu ernähren. Interessanterweise hat Serpula lacrymans im Vergleich zu seinen wilden Verwandten einen geringeren Satz an holzzersetzenden Enzymen. Dies spiegelt sich jedoch nicht in seiner Fähigkeit zur Holzzerstörung wider, die weitaus größer ist als bei jedem seiner Verwandten.

Echter Hausschwamm wie breitet er sich aus?

Wie alle Schimmelpilze vermehrt sich Serpula lacrymans durch Sporenbildung. Diese glatten, cyanophilen Sporen werden in extrem großer Zahl produziert (es wird geschätzt, dass ein 100 cm2 großes Basidiocarp in 10 Minuten 50 Millionen Sporen produzieren kann) und sind leicht genug, um vom Wind getragen zu werden, sodass sie große Entfernungen zurücklegen können.

Die Sporen von Serpula lacrymans keimen bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit (über 95 %) und bei einem Feuchtigkeitsgehalt des Holzes über 30 %. Sie sind resistent gegen Austrocknung und können mehrere Jahre lebensfähig bleiben.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilzsporen sind die Sporen von Serpula lacrymans keine Hauptallergene. Obwohl sie mit einer allergischen Alveolitis in Verbindung gebracht worden, benötigt diese Schimmelpilzart zur Entwicklung Zellulose und ist daher für den Menschen nicht pathogen.

Echter Hausschwamm wie können Sie sich sicher sein, es handelt sich um diesen Pilz?

Dieser Pilz entwickelt ein Myzel von hellbrauner bis erdbrauner Farbe. Es breitet sich großflächig mit wasserleitenden Strängen aus, die Rhizomorphs genannt werden, die bis zu 2 cm dick sein können und pfannkuchenähnliche Fruchtkörper bilden, die rostrote Sporen produzieren. Wenn es abgebaut und die Zellulose und Hemizellulose aus dem Holz entfernt, hinterlässt es Lignin, was zu einem verschrumpelten und dunklen Holz führt. Aus diesem Grund wird sie auch als Braunfäule bezeichnet.

Da verschiedene Arten von Hausschwamm schwer zu unterscheiden sein können, basieren die meisten modernen Identifizierungsmethoden auf molekularen Methoden wie Protein- oder DNA-basierten Techniken.

Echter Hausschwamm eine Gefahr für Ihr Haus

Auch wenn Sie einen Befall erst vor kurzem entdeckt haben, kann dieser bereits vor Jahren in Hohlräumen begonnen haben. Der echte Hausschwamm ist ein extrem schwierig zu bekämpfender Holz zerstörender Pilz, da er schon relativ trockenes Holz befällt und auch Mauerwerk durchwachsen kann.

Meist wird ein Befall durch den echten Hausschwamm erst entdeckt, wenn dicke scheibenförmige Fruchtkörper ausgebildet werden. Dies ist jedoch nur das äußere Zeichen eines Pilzbefalles, häufig sind Fußböden, Balken und andere Materialien aus Holz zu diesem Zeitpunkt schon nicht offen sichtbar befallen oder zerstört.

Ist ein Gebäude vom echten Hausschwamm befallen, werden umfassende Sanierungsmaßnahmen notwendig. Nur eine fachmännische Sanierung kann eine weitere Ausbreitung des Befalls durch den echten Hausschwamm verhindern.

Der echte Hausschwamm tritt oft in Altbauten auf, meist im Kellergeschoss, in unbelüfteten Gebäuden oder Räumen oder aber bei einer langandauernden Befeuchtung wie z. B. bei Wasserschäden.

Wir besichtigen gerne Ihr Objekt und beraten Sie über die Möglichkeiten der Bekämpfung.